Ursprünglich in den „Funny Pages“ des The New York Times Magazine veröffentlicht, erzählt der gefeierte Cartoonist und New Yorker-Illustrator Seth die fiktive Geschichte von George Sprott, dem Moderator einer langjährigen Fernsehsendung. Die Ereignisse, aus denen sich das Mosaik von Georges Leben zusammensetzt, werden aus den bruchstückhaften Erinnerungen mehrerer Auskunftspersonen rekonstruiert, deren Eindrücke sich oft widersprechen. Seine entfremdete Tochter beschreibt ihn als unverzeihlichen Grobian, während seine Nichte sich mit Zuneigung an ihn erinnert. Sein früherer Assistent erzählt von einer Reise in die Arktis, auf der George ihn zwei Monate lang im Stich ließ, während George selbst diese Reise als die Zeit in Erinnerung hat, in der er begann, Briefe an eine frühere Liebe zu schreiben, von der er nie eine Antwort bekam. Mit seinem Gespür für Erinnerung und Verlust ist George Sprott durchdrungen von jener charmanten, melancholischen Nostalgie, die Seths Werk auszeichnet. Figuren, die ganz allgemein den gesellschaftlichen Fortschritt beklagen, teilen sich die Seiten mit Bildern altertümlicher Gegenstände – Zeugnisse von Ereignissen und Menschen, die kaum dokumentiert und fast vergessen sind. Ebenso sind Georges eigene Ansichten von Reue und dem Gefühl der Ungerechtigkeit des Alterns geprägt – in dieser düsteren Erinnerung daran, dass Leben unweigerlich entschwinden und mit ihnen auch die Kultur ihrer Zeit verblasst.