Ein Jedi muss ein furchtloser Krieger, ein Hüter der Gerechtigkeit und ein Gelehrter in den Wegen der Macht sein. Doch vielleicht ist die wichtigste Pflicht eines Jedi, das weiterzugeben, was er gelernt hat. Meister Yoda bildete Dooku aus; Dooku bildete Qui-Gon Jinn aus; und nun hat Qui-Gon einen eigenen Padawan. Aber obwohl Qui-Gon als Jedi schon allen möglichen Bedrohungen und Gefahren gegenüberstand, hat ihm noch nie etwas so viel Angst gemacht wie der Gedanke, bei seinem Schüler zu versagen. Obi-Wan Kenobi hat tiefen Respekt vor seinem Meister, doch es fällt ihm schwer, ihn zu verstehen. Warum missachtet Qui-Gon so oft die Regeln, die die Jedi binden? Warum fühlt sich Qui-Gon zu alten Jedi-Prophezeiungen hingezogen statt zu praktischeren Anliegen? Und warum hat Obi-Wan nicht erfahren, dass Qui-Gon darüber nachdenkt, eine Einladung in den Jedi-Rat anzunehmen – obwohl das das Ende ihrer Partnerschaft bedeuten würde? Die einfache Antwort macht ihm Angst: Obi-Wan hat seinen Meister enttäuscht. Als Jedi Rael Averross, ein weiterer ehemaliger Schüler von Dooku, sie um Hilfe bei einem politischen Streit bittet, reisen Jinn und Kenobi an den Königshof von Pijal – zu einer Mission, die ihre letzte gemeinsame sein könnte. Was eine einfache Aufgabe sein sollte, wird schon bald von Täuschung überschattet und von Visionen einer gewaltsamen Katastrophe, die Qui-Gons Gedanken gefangen nehmen. Während Qui-Gons Glaube an die Prophezeiung wächst, wird Obi-Wans Vertrauen in ihn auf die Probe gestellt – genau in dem Moment, als eine Bedrohung auftaucht, die verlangt, dass Meister und Schüler enger zusammenstehen als je zuvor, oder für immer getrennt werden.