Ein Astronaut kehrt nach einer zehnjährigen Mission zur Erde zurück und findet eine Gesellschaft vor, die er kaum wiedererkennt. Stanisław Lems Return from the Stars erzählt die Geschichte von Hal Bregg, einem Astronauten, der von einer Erkundungsmission zurückkehrt, die zehn Jahre dauerte – obwohl auf der Erde wegen der Zeitdilatation 127 Jahre vergangen sind. Bregg findet eine Gesellschaft vor, die er kaum wiedererkennt und in der jede Gefahr ausgemerzt wurde. Kinder werden „betrisiert“, um ihnen jede Aggression und Gewalt zu nehmen – ein Prozess, der ihnen zugleich jeden Impuls nimmt, Risiken einzugehen und Neues zu erkunden. Die Menschen auf der Erde sehen Bregg und seine Crew als „wiederbelebte Neandertaler“ und drängen sie dazu, sich ebenfalls der Betrisierung zu unterziehen. Bregg hat große Schwierigkeiten, sich in den neuen gesellschaftlichen Normen zurechtzufinden. Zwar zeichnet Lem das Bild einer düsteren, risikofreien Gesellschaft, doch er stellt Bregg und seine Astronautenkollegen nicht als Helden dar. Im Gegenteil: Da seine Aggression auf keinen Widerstand stößt, verhält sich Bregg abscheulich. Er steht vor einer Entscheidung: die Erde erneut verlassen und hoffen, in mehreren hundert Jahren in eine andere Gesellschaft zurückzukehren, oder auf der Erde bleiben und lernen, zufrieden zu sein. Mit Return from the Stars zeigt Lem, wie fließend die Grenzen zwischen Utopie und Dystopie sind.