Ganz egal, wie sehr Beziehungen schieflaufen können – es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn sie funktionieren. Jeder Typ war irgendwann mal ein Creeper. So ist das eben. Oder zumindest redet Cleo sich das ein, als sie herausfindet, dass ihr Freund vielleicht doch nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat. Kann man jemanden weiter lieben, dem man nicht sicher vertrauen kann? Und vor allem: Sollte man das? Als Cleos Beziehung langsam auseinanderbricht, zerfällt auch das Leben, das sie mit ihm aufgebaut hat – im Ausland und weit weg von den Menschen, die ihr am nächsten stehen – direkt vor ihren Augen. Doch einfach alles hinter sich zu lassen, während sie geht, ist nur die halbe Geschichte. So Long Sad Love ersetzt die wacklige Übergangsphase nach dem Herzschmerz, in der man sich ein neues Leben aufbaut, durch die überraschende Leichtigkeit und Schlichtheit eines Lebens, das bereits neu entstanden ist. Cleo entdeckt nicht nur ihre Identität als Künstlerin wieder, sondern erkennt auch, dass sie dort Liebe finden kann, wo sie sich schon immer am meisten zu Hause gefühlt hat: bei anderen Frauen. In diesem atemberaubenden, vollfarbigen Nachfolger von dem mehrfach preisnominierten This is How I Disappear wagt Mirion Malle es, eine Geschichte mit Happy End zu erzählen. Übersetzt von der für den Governor General Literary Award nominierten Aleshia Jensen, springt So Long Sad Love ganz unverblümt direkt zu den guten Seiten des Lebens und zeigt, wie erfüllend es sein kann, einfach dem eigenen Glück zu folgen.