Ein neuer Autor in D+Qs gefeierter Gekiga-Reihe: In dieser Sammlung eindringlich-elliptischer Kurzgeschichten erkundet Oji Suzuki mit einem lockeren Erzählstil Erinnerung, Beziehungen und Verlust und erfüllt jede Story mit einem Gefühl unerfüllter Sehnsucht. Er lotet die zerrütteten Tiefen der menschlichen Psyche aus und badet seine Figuren buchstäblich in ausufernden Schatten, die paradoxerweise ebenso viel offenbaren wie verbergen. Ein junger Mann erkältet sich, nachdem er im Regen durchnässt wurde, und wird von seiner Großmutter gepflegt. Er treibt dahin und träumt von einer Zugreise mit einem älteren Bruder, den er gar nicht hat. Ein Handelsreisender stößt auf einen Jungen, der mitten auf der Straße liegt, hält an, raucht eine Zigarette und erzählt eine Geschichte, die Erinnerungen an Gesichter und Orte durchstreift, bevor sie wieder bei dem Jungen ankommt und so tut, als würde sie nicht zu den Sternen aufschauen. Eine junge Frau geht mit ihrem Fahrrad am Fluss entlang, begleitet von einem Freund, der nichts weiter als ein körperloser Kopf ist, und spricht mit ihm über vergangene Zeiten und die Erinnerungen, die sie aneinander haben. Obwohl Suzuki viele der gleichen Themen aufgreift wie seine Zeitgenossen im Bereich des alternativen Nachkriegs-Manga – Yoshihiro Tsuge (L'Homme Sans Talent) und Seiichi Hayashi (Red Coloured Elegy) – hebt er sich durch einen ständig wechselnden Erzählansatz und eine Prise surrealen Humors von ihnen ab.