Love and Rockets ist zwar zu einem sehr großen Teil gleichbedeutend mit den Locas- und Palomar-Storylines und -Figuren … aber L&R war schon immer mehr als das. Dieser Band der The Complete Love and Rockets Library, geschrieben und gezeichnet von allen drei Hernandez-Brüdern, versammelt alle Geschichten aus dem klassischen ersten 50-Hefte-Run, die nicht in die Locas- oder Palomar-Storylines passen. Herausgekommen ist eine schwindelerregende Vielfalt an Stilen, Genres und Erzählansätzen, die den Platz dieser bahnbrechenden Cartoonisten in der Comicgeschichte erneut unterstreicht. Los geht’s mit Gilberts originalem 40-seitigen Sci-Fi-Epos "BEM" aus der 1981 im Selbstverlag erschienenen ersten Ausgabe von Love and Rockets, mit einer deutlich anderen Luba und einer viel lockereren, von Heavy Metal und Marvel Comics inspirierten Erzählweise. Mit dabei sind außerdem Jaimes charmante Rocky and Fumble-Serie über ein Mädchen, das von Planet zu Planet reist, und ihren Roboter; beeindruckende One-Shots wie Gilberts Frida Kahlo-Biografie und seine schockierende autobiografische Fantasie "My Love Book"; Marios Genre-Thriller, die "Somewhere in California" spielen; Gilberts brutal-dystopisches "Errata Stigmata"; das verspielte "Hernandez Satyricon", in dem Gilbert Jaimes Figuren zeichnet, sowie "War Paint", in dem Jaime sich an Palomar versucht; Gilberts leichtfüßiges "Music for Monsters" mit Bang und Inez in den Hauptrollen; und sogar Jaimes fantastische Maggie-und-Hopey-Geschichte außerhalb der Kontinuität, "Easter Hunt", die in keines der anderen Bücher gepasst hat.