Vorstädtisches Seattle, Mitte der 1970er. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass unter den Teenagern der Gegend eine seltsame Seuche ausgebrochen ist, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Die Krankheit zeigt sich auf ganz unterschiedliche Weise — von grauenhaft grotesk bis subtil (und versteckbar) — aber wenn du sie einmal hast, ist es vorbei. Es gibt kein Zurück. Während wir in die Köpfe mehrerer zentraler Figuren eintauchen — manche Kids haben sie, manche nicht, manche stehen kurz davor, sich anzustecken — entfaltet sich nicht der erwartete Kampf gegen die Seuche, keine Geschichte darüber, das Bewusstsein dafür zu schärfen oder sie überhaupt zu behandeln. Stattdessen bekommen wir ein faszinierendes und unheimliches Porträt vom Wesen der Entfremdung in der Highschool selbst zu sehen — von ihrer Brutalität, Grausamkeit, unerbittlichen Angst und Lethargie, von der Sehnsucht nach einem Ausweg. Und dann beginnen die Morde. So hypnotisch schön wie erschreckend, sprengt Black Hole gekonnt die Grenzen seines Genres, indem es einen ganz bestimmten Moment im Wandel der amerikanischen Kultur und die Kids einfängt, die darin feststecken — aus einer Zeit, als es nicht mehr wirklich cool war, ein Hippie zu sein, Bowie aber immer noch ein bisschen zu weird war. Ganz zu schweigen davon, dass dir Hörner wachsen und sich deine Haut häutet…