Was brachte John Muir dazu, zu dem wegweisenden Umweltschützer und Gründer des Sierra Club zu werden? 1867: Ein Sägewerk läuft mit ohrenbetäubendem Lärm auf Hochtouren, als Arbeiter plötzlich losrennen, um einen Mann zu retten, der am Boden liegt. Er hat sich schwer an den Augen verletzt. John Muir ist neunundzwanzig Jahre alt und muss in einem dunklen Raum bleiben: Es ist gut möglich, dass er blind bleibt. Doch wie durch ein Wunder erhält er nach Monaten einer fast mystischen Genesung sein Augenlicht zurück. Dieses Erlebnis überzeugt ihn davon, alles hinter sich zu lassen und seinen Lebenstraum zu verwirklichen: nach Süden aufzubrechen, um der Wildnis zu begegnen. Nur mit seinem Mut, seiner Jugend, einer Lupe und einem botanischen Buch ausgerüstet, wandert er Hunderte von Meilen zu Fuß von Indiana nach Florida. Stell dir eine fast unberührte Wildnis vor, in der nur ein paar gefährliche Ex-Soldaten aus dem Süden und ehemalige Sklaven umherstreifen, die von den alten Plantagen vertrieben wurden … Diese Biografie behandelt auch seine andere lebensverändernde Pionierwanderung entlang des Sierra Nevada Trail, der heute seinen Namen trägt. In atemberaubenden Landschaften fand er hier die Inspiration, den Sierra Club zu gründen, die ersten Nationalparks ins Leben zu rufen und zu einem der ersten und bedeutendsten Vorkämpfer des Umweltschutzes in Amerika zu werden. Eindrucksvoll in Sepiatönen umgesetzt.