Ein berührender Einblick darin, wie Millennials mit psychischen Belastungen umgehen. Clara ist am Ende. Sie hat eine Schreibblockade, ihre Freund*innen verlangen viel und geben wenig zurück, ihre Psychologin ist nutzlos, und ihr fordernder Job im Verlagswesen lässt kaum Zeit für Selbstfürsorge. Sie sucht Trost in ihrer Community, doch obwohl ihre Freund*innen ihr Halt und Geborgenheit geben, bleibt oft ein Gefühl der Leere zurück. Sie kann eine tieferliegende Depression nicht ausdrücken, die sie lähmt und jeden Versuch erstickt, ihren Gedichtband fertigzustellen. In This Is How I Disappear zeichnet Mirion Malle ein einfühlsames Porträt einer jungen Frau, die mit psychischem Stress und dem Trauma nach einem sexuellen Übergriff ringt. Malle schreibt mit Offenheit und bemerkenswerter emotionaler Intelligenz, wenn sie in ihrem meisterhaft gezeichneten Graphic Novel Depression, Isolation und Selbstverletzung erkundet. Ihre Heldin kämpft gegen eine Flut schmerzhafter Gefühle an, und obwohl Clara den Menschen um sie herum Trost spenden kann, fällt es ihr schwer, sich selbst mit demselben Verständnis zu begegnen. Erst als sie zulässt, dass ihre Community sie zur Selbstliebe führt, findet sie Erleichterung. Voller Redewendungen des 21. Jahrhunderts und Kommunikation über Social Media öffnet This Is How I Disappear ein Fenster in das Leben junger Menschen, die mit einer ganzen Reihe psychischer Herausforderungen konfrontiert sind. Szenen von Sisterhood, ausgelassenen Karaoke-Abenden und spontanen FaceTime-Therapie-Sessions zeigen, wie diese Generation gemeinsam zurechtkommt, sich verbindet und heilt.